Was können wir von McDonald‘s und Co lernen?

Heutzutage erleben wir extrem kontroverse Diskussionen über die Qualität des Essens. Kein Wunder, ernährt sich doch jeder Mensch in den Industrieländern 365 Tage im Jahr und hält sich daher automatisch für einen Spezialisten. Aber die Herstellung einer Mahlzeit ist weit nicht so simpel, wie viele glauben. Vor allem wenn es um größere Menge geht, wie in der Gemeinschaftsverpflegung.

Je größer das Unternehmen, desto aufwendiger gestaltet sich die Qualitätssicherung. Die Umsetzung der Qualitätsstandards und deren „Überwachung“ stellt somit jedes expandierende Unternehmen vor neue Herausforderungen. Wie können so viele Mitarbeiter motiviert werden, das umzusetzen, was die Unternehmensleitung vorgibt?

Haben Sie sich jemals überlegt wie McDonald‘s es fertig bringt, dass ein Big Mac, weltweit, gleich schmeckt? Dass die Servicegeschwindigkeit von Düsseldorf bis Tokio die Gleiche ist? Nun, das ist kein Geheimnis! „Ja, aber…“ werden Sie vielleicht sagen,… „McDonalds verkauft Hamburger, das ist viel einfacher.“
Es ist egal was Sie verkaufen, das System ist immer gleich. Alle Franchisesysteme, seien es Fastfood, Restaurants, Hotels, Textilien oder Computer funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Ob Sie jetzt Betreiber von Pflegeheimen, Krankenhäusern, Rehakliniken oder Betriebsrestaurants sind, das Prinzip bleibt gleich. Und so geht’s…

  • Der Standard

Zuerst wird der gewünschte Standard im Detail erarbeitet und in einem Handbuch festgehalten. Das ist die Qualität, die gesichert und garantiert werden muss.

  • Das System

Der nächste Schritt ist den gewünschten Standard so zu strukturieren, dass ein System daraus entsteht.  Ein System, welches auf mehrere Standorte umlegbar ist.

  • Checkliste/Kontrolle

Um dafür zu sorgen, dass das System auch umgesetzt und gelebt wird, nützt man Checklisten. Diese Checklisten dienen der internen und externen Kontrolle.

  • Weiterbildung

Ist diese Arbeit getan, geht es nur noch darum die Mitarbeiter (Franchisenehmer) gründlich einzuschulen. Aus diesem Grund hat jede Franchisekette seine eigene Akademie.

  • Anregungen-Innovation

Jetzt geht es darum, von den vielen Mitarbeitern, die das System nützen, Ideen, Anregungen und Kritik zu bekommen, um das System immer weiter zu perfektionieren. Dazu braucht es eine ständige Kommunikation untereinander und mit der Zentrale.

  • Marketing

Nach Erfüllung obiger Punkte, geht es ums Werben. Zu diesem Zeitpunkt können Sie Ihre Qualitätsstandards als Unternehmen garantieren und die Öffentlichkeit informieren.

Das Problem, das alle Franchisenehmer in den 60-iger und 70-iger Jahre hatten, war die Kontrolle durch die Zentrale. Damals gab es noch kein Internet und um die Qualitätsstandard zu sichern, war Kontrolle und Weiterbildung durch die Zentrale überlebenswichtig. Viele Restaurantketten, die auf-Teufel-komm-raus Gebietslizenzen vergaben, nur um schnelles Geld mit Lizenzgebühren zu machen und die Kontrolle verabsäumten (weil aufwendig und teuer), gingen – einer nach dem anderen – Pleite oder wurden aufgekauft. Ray Kroc von McDonalds jedoch verzichtete auf die Erteilung von Lizenzen für große Absatzgebiete und legte mehr Wert auf die Qualität der Produkte und die der Serviceleistungen (Quelle: „Die McDonald’s Story“ von John F. Love).

Auch wenn ich persönlich Fastfood meide, konnte ich systembedingt sehr viel aus dessen Geschichte lernen. Ich habe acht Jahre gebraucht ein System zu entwickeln, das in der Gemeinschaftsgastronomie funktioniert. Es ist das Management & Mitarbeiter System®, wo Information und Kommunikation so aufbereitet sind, dass ein weltweiter Vergleich von unterschiedlichen Großküchen erstmals möglich ist.

Mit der Software MyKessel® 3.0 wurde vor kurzem das ganze System digitalisiert. Das heißt, jeder Kunde mit Zugangscode kann bequem online einsteigen und seinen Qualitätsstandard bestimmen. Er trägt die Küchen-Kennzahlen ein und füllt seine Checklisten aus. Auf seiner digitalen Pinnwand klebt er Fotos von seinen Team-Leistungen und teilt diese mit seinen Kollegen und der Zentrale.

Durch die Bekanntgabe aller Daten gestaltet sich die interne Kontrolle wesentlich leichter. Sollte der Betrieb eine externe Kontrolle beantragen und sich zusätzlich zertifizieren lassen, kann er sich einen externen Experten (M&M Auditor) holen.

Für diejenigen, die sich eine längerfristige und intensivere Betreuung wünschen gibt es nun das M&M Premium Paket. Dieses Paket beinhaltet die Software, die Zertifizierung und eine monatliche, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung. Mit diesem Paket übernehmen wir die Arbeit einer Zentrale und begleiten die Betriebe zum gewünschten Erfolg.

Auch das Weiterbildungsangebot lässt keine Wünsche übrig und kann jederzeit in Anspruch genommen werden.

Zusammenfassend bieten wir Ihnen:

  1. Mykessel® 3.0– die digitale Ist-Analyse Ihrer Leistung
  2. Die Zertifizierung durch einen Experten
  3. Das M&M Premium Paket – eine Rundum-Betreuung
  4.  Weiterbildung– ein umfassendes Angebot

Weil sich immer mehr Betriebe für das M&M System® entscheiden, suchen wir dringend Experten im deutschsprachigen Raum, die als M&M Auditor arbeiten möchten. Der nächste M&M Lehrgang findet am 27. – 29. September in Augsburg statt. Bitte bald anmelden, da nur noch wenige Plätze frei sind.

Über Peter Paul van Melle

Peter Paul van Melle ist gebürtiger Holländer und arbeitet als Coach, Berater, Buchautor, Seminarleiter in Österreich und dem deutschsprachigen Raum. Bekannt gemacht haben ihn die Umsetzung seiner Visionen: Die Kessel-Methode, der ÖKO-Faktor und die Online Software MyKessel3.0. Seit über 40 Jahren ist Peter van Melle international aktiv; in der Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Sein erstes Buch erschien 2002, „Die Macht der Mitarbeiter“. In 2012 brachte er „Die neue Arbeitswelt 2012 und danach…“ heraus. Als gefragte Redner auf Kongresse und Veranstaltungen begeistert er seinen Zuhörer nachhaltig. Mehr unter www.pemcon.at
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